Montag, 20. August 2012

Sei Personaggi Part 2

Ab sofort beginnt die Suche nach einem Ort für die permanente Präsentation der Arbeit: Sei Personaggi Part2 von Valentina Vuksic die ein erstes Mal 2007  auf dem "chilebüel" in Luzein erfolgreich präsentiert wurde.
In seinem Schreiben, welches sie untenstehend lesen können, empfiehlt der Direktor des Bündner Kunstmuseums, Stephan Kunz, die Arbeit ausdrücklich. Wenn auch Sie uns Ihre unterstüzung zusichern wollen, dann melden Sie sich bitte per e-mail: hasena(at)sunrise.ch.
Eine Untestützung jedwelcher Art hilft der Realisation des Vorhabens.

 
Im Oktober 2011 habe ich meine neue Stelle als Direktor des Bündner Kunstmuseums in Chur angetreten. In der Zwischenzeit habe ich mich hier schon ganz gut eingelebt und bin mit Freude verschiedene anspruchsvolle Aufgaben angegangen:
Einerseits ging es darum, bereits für 2012 ein Ausstellungsprogramm zu planen und umzusetzen, für das nur wenig Vorbereitungszeit blieb. Anderseits laufen die Vorbereitungen für den geplanten Erweiterungsbau auf Hochtouren. Gleichzeitig ist es mir aber auch ein besonderes Anliegen, mich mit der Kulturszene in Graubünden vertraut zu machen. Ich kann dabei an verschiedene bestehende Kontakte anknüpfen, bin aber auch neugierig auf der Suche, um Neues kennen zu lernen.
Die „Hasena“ und das „Museum in Bewegung“ von Peter Trachsel ist mir seit längerem bekannt. Mich hat schon immer die Idee beeindruckt, Kunst von ihrer Objekthaftigkeit zu lösen und auch an keinen festen Ort zu binden, sondern sie überall entstehen zu lassen und breite Kreise zu involvieren. Mit grossem Interesse konnte ich in den vergangenen Monaten weitere Aspekte dieses Langzeitprojektes kennenlernen. Zudem bin ich in Kontakt mit dem Künstler wegen seines einzigartigen Archives, das zu erschliessen und zugänglich zu machen, eine besondere und lohnenswerte Aufgabe darstellt.Gerade weil diese Kunst eher ephemere Spuren hinterlässt als bleibende Werke in Stein oder Bronze gilt es, dieses Gedächtnis zu bewahren.
Im Zusammenhang mit unseren verschiedenen Gesprächen kam die Rede auch auf aktuelle Projekte: Hervorzuheben ist dabei insbesondere die Idee der dauerhaften Installation einer computerbasierten künstlerischen Arbeit von Valentina Vuksic. Die 1974 in München geborene, seit 2001 in Zürich lebende Künstlerin (Absolventin der Hochschule der Künste Zürich) beteiligte sich bereits 2007 an der Ausstellung „14Räume für die Kunst“. Im ehemaligen Schulhaus von Putz installierte sie mit ausrangierten Computern zwei Arbeiten: Neben der „Harddisko“ auch da Stück „Sei
Personnagi Part 2“, das sie seither weiterentwickelt und vor allem technisch verbessert hat und das nun auf Dauer an diesem Ort aufgebaut und zugänglich gemacht werden soll. Interessant ist dabei nicht in erster Linie, diese Arbeit fest zu installieren, sondern ihr Zeit und Raum zu geben, die nötig sind, damit sie überhaupt erst realisiert werden kann: Denn „Sei Personnagi…“  ist so angelegt, dass die speziell programmierten und miteinander verbundenen Computer das ursprüngliche Theaterstück des bekannten italienischen Autors Luigi Pirdandello durch ständige Interventionen und Interaktionen verändern und ihm permanent neue Form und neue Inhalte geben.
Die Installation „Sei Personnagi“ von Valentina Viksic formuliert so die Grundidee von Peter Trachsels „Museum in Bewegung“ auf eigenständige Weise neu und eignet sich dadurch auf besondere Weise dafür, im Prättigau eine sichtbare Spur dieser einzigartigen Kunstidee zu legen. In diesem Sinne unterstütze ich diese Idee und wünsche ihr und ihren Initianten viel Erfolg.
Stephan Kunz, Direktor