In seinem Schreiben, welches sie untenstehend lesen können, empfiehlt der Direktor des Bündner Kunstmuseums, Stephan Kunz, die Arbeit ausdrücklich. Wenn auch Sie uns Ihre unterstüzung zusichern wollen, dann melden Sie sich bitte per e-mail: hasena(at)sunrise.ch.
Eine Untestützung jedwelcher Art hilft der Realisation des Vorhabens.
Im
Oktober 2011 habe ich meine neue Stelle als Direktor des Bündner Kunstmuseums
in Chur angetreten. In der Zwischenzeit habe ich mich hier schon ganz gut
eingelebt und bin mit Freude verschiedene anspruchsvolle Aufgaben angegangen:
Einerseits
ging es darum, bereits für 2012 ein Ausstellungsprogramm zu planen und umzusetzen,
für das nur wenig Vorbereitungszeit blieb. Anderseits laufen die Vorbereitungen
für den geplanten Erweiterungsbau auf Hochtouren. Gleichzeitig ist es mir aber
auch ein besonderes Anliegen, mich mit der Kulturszene in Graubünden vertraut
zu machen. Ich kann dabei an verschiedene bestehende Kontakte anknüpfen, bin
aber auch neugierig auf der Suche, um Neues kennen zu lernen.
Die
„Hasena“ und das „Museum in Bewegung“ von Peter Trachsel ist mir seit längerem
bekannt. Mich hat schon immer die Idee beeindruckt, Kunst von ihrer
Objekthaftigkeit zu lösen und auch an keinen festen Ort zu binden, sondern sie
überall entstehen zu lassen und breite Kreise zu involvieren. Mit grossem
Interesse konnte ich in den vergangenen Monaten weitere Aspekte dieses
Langzeitprojektes kennenlernen. Zudem bin ich in Kontakt mit dem Künstler wegen
seines einzigartigen Archives, das zu erschliessen und zugänglich zu machen,
eine besondere und lohnenswerte Aufgabe darstellt.Gerade weil diese Kunst eher
ephemere Spuren hinterlässt als bleibende Werke in Stein oder Bronze gilt es,
dieses Gedächtnis zu bewahren.
Im
Zusammenhang mit unseren verschiedenen Gesprächen kam die Rede auch auf
aktuelle Projekte: Hervorzuheben ist dabei insbesondere die Idee der
dauerhaften Installation einer computerbasierten künstlerischen Arbeit von
Valentina Vuksic. Die 1974 in München geborene, seit 2001 in Zürich lebende
Künstlerin (Absolventin der Hochschule der Künste Zürich) beteiligte sich
bereits 2007 an der Ausstellung „14Räume für die Kunst“. Im ehemaligen Schulhaus
von Putz installierte sie mit ausrangierten Computern zwei Arbeiten: Neben der
„Harddisko“ auch da Stück „Sei
Personnagi
Part 2“, das sie seither weiterentwickelt und vor allem technisch verbessert
hat und das nun auf Dauer an diesem Ort aufgebaut und zugänglich gemacht werden
soll. Interessant ist dabei nicht in erster Linie, diese Arbeit fest zu
installieren, sondern ihr Zeit und Raum zu geben, die nötig sind, damit sie
überhaupt erst realisiert werden kann: Denn „Sei Personnagi…“ ist so angelegt, dass die speziell
programmierten und miteinander verbundenen Computer das ursprüngliche
Theaterstück des bekannten italienischen Autors Luigi Pirdandello durch
ständige Interventionen und Interaktionen verändern und ihm permanent neue Form
und neue Inhalte geben.
Die
Installation „Sei Personnagi“ von Valentina Viksic formuliert so die Grundidee
von Peter Trachsels „Museum in Bewegung“ auf eigenständige Weise neu und eignet
sich dadurch auf besondere Weise dafür, im Prättigau eine sichtbare Spur dieser
einzigartigen Kunstidee zu legen. In diesem Sinne unterstütze ich diese Idee
und wünsche ihr und ihren Initianten viel Erfolg.
Stephan
Kunz, Direktor
